Stress gehört für viele Menschen zum Alltag. Doch dauerhaft erhöhte Belastung hat nicht nur mentale, sondern auch körperliche Folgen – insbesondere für das Immunsystem. Studien zeigen, dass chronischer Stress Entzündungswerte erhöht, Hormone aus dem Gleichgewicht bringt und die Fähigkeit des Körpers reduziert, Infektionen abzuwehren.
Der Hauptverursacher ist das Stresshormon Cortisol. Kurzfristig ist es hilfreich, doch bei dauerhaftem Stress bleibt der Cortisolspiegel zu hoch. Dadurch werden lebenswichtige Immunzellen geschwächt, die für die Bekämpfung von Viren und Bakterien zuständig sind. Menschen, die ständig unter Druck stehen, werden daher häufiger krank, sind anfälliger für Infektionen und brauchen länger zur Regeneration.
Um Stress abzubauen, empfehlen Experten mehrere Methoden. Bewegung ist besonders effektiv, weil körperliche Aktivität Stresshormone reduziert und Glückshormone freisetzt. Bereits 20 bis 30 Minuten Spazierengehen pro Tag können den Unterschied machen.
Auch Entspannungstechniken wie Meditation, Atemtraining oder progressive Muskelentspannung stärken das Immunsystem langfristig. Genauso wichtig ist Schlaf: Wer nicht ausreichend schläft, setzt den Körper zusätzlichem Stress aus und schwächt den Abwehrmechanismus weiter.
Die Ernährung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Vitamine, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Immunzellen. Nüsse, Fisch, Gemüse und Beeren sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
Stress lässt sich nicht vollständig vermeiden – aber wer bewusst dagegen arbeitet, schützt seine Gesundheit nachhaltig.
